In Deutschland lacht die Sommersonne und jeder Garten und Balkon verwandelt sich in eine Grillstube. In Australien ist zumindest im Norden des Landes das ganze Jahr über Sommer. Dementsprechend gehört ein gutes BBQ (Barbie) hier zum Alltag und die Australier haben es technisch zur Grill-Perfektion gebracht. Doch welche Nation ist die Nummer Eins?
Mein Haus, mein Auto, mein Grill!
Während der Normaldeutsche seinen Holzkohlegrill liebt, weil er zum Geschmack beiträgt, setzt Down Under auf Gas und das Motto: Höher, Breiter und Schneller. Wer hier einen Grill kaufen will, sollte mindestens 200 Dollar für ein Standardmodel einplanen und nach oben gibt es keine Grenzen. Manche haben sogar einen Kühlschrank, Arbeitsflächen, Spülen und andere Luxusgüter in ihrem meterlangen BBQ eingebaut.
Auch wenn nicht viele Australier zu diesen Extremen neigen, so ist der Durchschnittsgrill doch zumindest zu groß fürs Auto. Deshalb gibt es hier öffentliche BBQs an Stränden, in Parks und anderen Ausflugszielen, die jeder kostenlos nutzen kann. Bei der Ausstattung haben die Australier also ganz klar die Nase vorn.
Auf die Zutaten kommt es an
Aber was auf den Grill kommt ist ja wirklich ausschlaggebend für den Erfolg des Ganzen.
Steak, Bangers (Würstchen), Fisch und Zwiebeln sind eindeutig die Favoriten der Australier. Da sie deutlich mehr Rinder züchten als wir Deutschen, müssen wir ihnen wohl auch das bessere Endprodukt zugestehen. Auch bei den Fischen haben die Australier die größere Auswahl und viele sind davon überzeugt, dass die Fische hier nicht nur farbenfroher sind sondern auch besser schmecken. Die Würstchen gehören hier und in Deutschland zum Nationalstolz und deshalb favorisiert wohl jede Nation die eigenen.
Deutschlands Vorteil
Auch wenn Deutschland bisher beim Grillen nur den zweiten Platz belegt, kommt jetzt der Teil bei dem wir ganz klar die Gewinner sind: Beilagen. Da machen die Australier es nämlich ganz einfach für uns, außer Brot, Tomato-Sauce (das australische Equivalent zu Ketchup) und Bier gibt es keine. Darin hat also eine deutsche Grillparty mit Kartoffelsalat, Tzatziki, griechischem Salat, Fladenbrot, Kräuterbutter, Nudelsalat, sauren Gurken, gegrilltem Gemüse und den anderen Leckereien ganz klar ihren Vorteil.
Die absolute Grillparty
Ein perfektes BBQ wäre eine Mischung aus einem australischen Grill mit entsprechendem Rind und Fisch, Würstchen aus beiden Ländern und Beilagen aus Deutschland. Damit es für den Gastgeber nicht zu teuer wird, sollte es ein BYO (Bring Your Own) sein. Das heißt jeder bringt Getränke und was zum Beißen mit.
Und noch ein kleiner Tip für Neu-Australier, die ihren Aussie-Slang bei ihrer ersten Grillparty ausprobieren wollen: „Put another shrimp on the barbie,“ ist ein echter Klischeesatz den kein Australier verwendet, denn die Meerestierchen heißen hier „prawn“ und nicht „shrimp“ ;-).
anonym schrieb am 14.07.2009:
Am A…. der Welt, abseits jeglicher Zivilisation findet sich in Australien ein Rastplatz mit BBQ. OK, nicht mit Gas sondern mit Holz zu feuern, aber davon kann Deutschland noch etwas lernen.
Trotz Hitze und Waldbrandgefahr wird den Australiern das recht eingeräumt den Gaumenfreuden zu frönen.
Währenddessen man in Deutschland in nahezu keinem öffentlichen Park (mit Ausnahmen) grillen darf. Anbei sei aber auch gesagt, das die Grillplätze in Deutschland verlassen werden als hätte eine neue städtische Müllkippe eröffnet. In Australien waren die Plätze nach meinen eigenen Erfahrungen meist ordentlich und sauber verlassen.
In Sachen Grillen gewinnt bei mir ganz klar Down Under!!!
Einen Kommentar den ich mir wohl nicht verkneifen kann ….. kein … aber wirklich kein einziges Würstchen in Australien fand ich genießbar. 🙂
Grüsse