Wie plant man einen Australien Roadtrip – 15 Tipps

27.03.2018 Autor: - in Reisen & Tours - keine Kommentare

Highway auf Roadtrip durch Australien
Jeder der die Schönheit Australiens sehen möchte, dem empfehle ich einen Roadtrip zu machen. Egal ob diese Tour kurz oder lang wird, die folgenden Informationen werden euch helfen eure Reise vorzubereiten.

Der beste Weg so viel wie möglich zu sehen, ist meiner Meinung nach im Campervan zu reisen. Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit Flüge zu buchen oder den Bus zu nehmen. Aber wer wirklich etwas vom Land sehen will, der sollte die Straße nutzen. Wer sich für diese Variante entscheidet, darf die enorme Größe Australiens aber nicht unterschätzen.

Wie groß ist Australien eigentlich?

Mal kurz um Australien herum fahren hört sich recht einfach an. Wer sich mit der Größe Australiens noch nicht auseinandergesetzt hat, wird verblüfft sein. Damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, findet ihr hier z.B. eine Onlineweltkarte mit maßgetreuen Vergleichswerten.

Planen der Route:

Bereitet eine grobe Route für euren Roadtrip vor, diese sollte aber auf jedem Fall ein gewisses Maß an Spontanität zulassen. Demnach reicht eine grobe Idee, von den Orten die ihr sehen wollt, oft schon aus. Wenn ihr euch wohler fühlt alles genau zu planen, ist das natürlich auch kein Problem. Trotzdem solltet ihr Raum und Zeit für extra Abenteuer lassen.
Australien hat durch seine Größe nicht so ein breit gefächertes Straßennetz wie Europa, dadurch wird euch die Entscheidung Routen auszuwählen vereinfacht.
Hier ein Beispiel meiner Route:

  • Städte auswählen (Brisbane, Cairns, Ayers Rock, Darwin, Exmouth, Broome, Perth, Margarete River, Port Lincoln, Port Augusta, Dubbo)
  • Straßen und Routen ansehen und gegebenenfalls festlegen
  • Alles was ihr unbedingt sehen wollt eintragen
  • Sehenswertes auf dem Weg finden

Mehr muss für den Anfang nicht sein. Versucht euch mit anderen vor und während eurer Reise auszutauschen, um bessere Reiserouten oder Sehenswertes zu finden. Empfehlungen von Einheimischen sind besonders gut, da diese sich besser auskennen und evtl. Geheimtips parat haben.

Was euch auffallen wird, ist das auf den freien Campingplätzen sehr oft australische Rentner ihre Fahrzeuge parken. Folglich sind eure Nachbarn für diesen Abend eine gute Anlaufquelle für Insidertipps, da sie höchst wahrscheinlich schon selbst einiges gesehen haben. Solches Wissen ist einfach Gold wert, deshalb solltet ihr diese Kontakte und die Zeit nach Möglichkeit nutzen.

Nun aber zu unseren 15 Tipps zum Planen deines Australien Roadtrips 🙂

Küste Australien

15 hilfreiche und wissenswerte Infos zu einem Australien-Roadtrip

1. Das Fahrzeug:

Ob ihr mietet oder euch ein Fahrzeug kauft, bleibt ganz euch überlassen. Wer genügend Zeit hat, dem würde ich empfehlen sich ein Auto/Van zu kaufen. Nicht nur weil die Vermietungsagenturen teuer sind, sondern weil auch oft viele Einschränkungen und versicherungstechnische Auflagen bei einer Vermietung beinhaltet sind.
Wer sich ein Auto kauft, sollte schon frühzeitig anfangen sich zu informieren. Es gibt so einige Seiten zum Autokaufen, wie z.B. Carsales.com.au (www.carsales.com.au), Gumtree (www.gumtree.com.au) und einige weitere, auf denen ihr euch schon mal ein Bild von Model und Preis machen könnt. Kauft bitte nicht das erstbeste Auto welches ihr seht, bevor ihr die Preise nicht mit anderen Seiten verglichen habt. Man kann sich so einigen Kummer ersparen wenn man sich zuerst einen Überblick über den Markt verschafft.

2. Fahrzeug-Versicherung:

Wenn ihr einen Campervan oder ein Auto von einer der großen Städte wie Sydney, Melbourne oder Perth angemietet habt, dann ist in der Versicherung höchstwahrscheinlich das „Fahren auf unbefestigten Straßen“ nicht erlaubt. Stellt sicher, dass ihr das Kleingedruckte lest (auch wenn es nervig ist), damit ihr abgesichert seid. Es kann im Falle einer Panne recht teuer werden, wenn ihr unerlaubt auf unbefestigten Straßen unterwegs wart. Lest euch also die Klauseln sorgfältig durch, damit ihr keine Überraschung erlebt.
Wer ein Auto kauft sollte sich im jeweiligen Staat über die Versicherung und Besitzerwechsel informieren. Wichtig dabei sind das RWC (Roadworthy Certificate), ohne das ein angemeldetes Auto nicht gekauft oder verkauft werden sollte, die Fahrzeug Registrierung (vehicle registration oder “rego” genannt) und natürlich die Versicherung, deren Höhe vom Fahrzeugtyp abhängig ist.

3. Australische Straßenregeln:

Mit der Freiheit der Straße kommt auch Verantwortung. Du solltest dich der Formalitäten bewusst sein, die mit dem Besitz eines Autos in Australien Hand in Hand gehen.
In manchen Staaten gibt es “toll-roads”, also Straßen deren Benutzung gebührenpflichtig sind. Allerdings findet ihr diese nur in Großstädten. Solltet ihr eine “toll-road” benutzen, habt ihr 3 Tage Zeit die Rechnung zu begleichen. Auch bei Strafzetteln gibt es bestimmte Mindestlaufzeiten. Bei gemieteten Autos solltet ihr die Konditionen unbedingt vorher abklären. Der Betrag wird nämlich oft noch mit extra Gebühren der Vermietungsfirma für die Abwicklung berechnet. Daher kann es von Vorteil sein die Rechnung direkt online zu begleichen.

Jeder der 8 australischen Staaten hat etwas andere Regeln – im Zweifelsfall überprüft die staatliche Website:

New South WalesRoads & Traffic Authority NSW (RTA)
VictoriaVicRoads
QueenslandQueensland Transport
South AustraliaSouth Australian Government Transport, Travel and Motoring
Western AustraliaGovernment of Western Australia Department of Transport
Northern TerritoryMotor Vehicle Registry
TasmaniaDepartment of Infrastructure, Energy & Resources
Australian Capital TerritoryRego ACT

4. Bettequipment:

Wer Wochen und Monate in seinem Auto/Van unterwegs ist, braucht natürlich auch passendes Equipment um im Auto zu übernachten. K-mart oder gumtree sind hier günstige Anlaufstellen um die Ausstattung zu besorgen. Auch Cash Converters ist eine sehr gute Adresse für gutes Secondhand Equipment.

5. Ausstattung (kochen, etc):

Da ihr wahrscheinlich oft selbst kochen werdet, solltet ihr eine Mindestausstattung besitzen (Kocher, Kartuschen, Töpfe, und alles weiteren Equipment). Solltet ihr ein Auto mieten oder von anderen Backpackern kaufen, ist die Ausstattung oft inbegriffen. Falls nicht, auch kann diese bei K-mart, in Secondhandshops oder auf Gumtree erworben werden. Allerdings empfehle ich euch, erstmal die localen Secondhandshops durchzusehen, da dort wahnsinnig viel sehr günstig zu erwerben ist.

6. Lebensmittel:

Sobald euer Auto/Campervan startklar ist, solltet ihr euch mit Proviant ausstatten. Nutzt immer einen der großen Supermärkt, um euch mit allem Notwendigen zu versorgen. Lebensmittel und Vorräte an Tankstellen und kleinen lokalen Geschäften, können teuer sein und euer Backpacker-Budget sehr beanspruchen. Müsliriegel, Nüsse und Trockenfrüchte sind praktische Snacks die auch länger haltbar sind. Zu viele salzige Snacks sollten vermieden werden – Sie machen euch durstiger und könnten Dehydrierung beschleunigen. Das Gegenteil vom dem, was man im Outback brauchen kann 😉

7. Wasser:

Habt immer genug Wasser und Nahrung mit euch. Je heißer es ist, desto mehr Wasser benötigt ihr. Es wird empfohlen, täglich mindestens 3 – 4 Liter Wasser pro Person zu trinken. Denkt auch immer daran etwas extra Wasser dabei zu haben falls ihr eine Panne haben solltet. In den meisten großen Supermärkten gibt es 10 Liter Behälter mit Wasser die ihr bei Gelegenheit auch immer wieder auffüllen solltet.

8. Adapter:

Vergesst nicht die nötigen (Auto) Adapter für die bevorstehende Fahrt zu besorgen, da manche Campingplätze keine Stromanschlüsse haben.

9. Musik:

Da viele Fahrten lang werden können, solltet ihr das Entertainment nicht unterschätzen und euch Playlisten für die Fahrt zusammenstellen.

Step Decent Straßenschild

10. Informiere andere über deine Pläne:

Solltet ihr in weniger bewohnten Gebieten unterwegs sein, ist es wichtig, dass ihr eure Pläne mit anderen teilt. Ranger, die lokale Polizei oder auch Locals selbst, können ein guter Anlaufpunkt sein. Meldet eure Trips kurz an und vergesst nicht euch dort auch wieder abzumelden. Damit jemand Bescheid weiss in welchem Gebiet ihr euch befindet falls ihr verloren geht oder eine Panne habt.

11. Vermeidet Nachtfahrten:

Warum und wieso Nachtfahrten auf Roadtrips vermieden werden sollten, findet ihr in meinem 2. Artikel zum Thema „Zeitplanung beim Roadtrip„.

12. Günstiges Benzin kaufen:

Die größte Ausgabe auf eurem Roadtrip wird definitiv der Treibstoff sein, demzufolge habt am besten einen Benzinkanister dabei und tankt voll wenn es günstig ist. Aber selbst wenn der Tank nur halb leer ist solltet ihr ihn sicherheitshalber auffüllen. Tankstellen im Outback könnten manchmal leer sein oder außer Betrieb und ihr kommt nicht weiter – alles schon passiert. Demzufolge würde ich lieber auf Nummer sicher gehen. Außerdem frisst die Klimaanlage einiges an Benzin – wer also Geld sparen will, lässt stattdessen besser die Fenster offen.

13. Fahrzeug-Wartung:

Denkt daran, dass ihr für den Campervan/Auto verantwortlich seid, solange er in eurem Besitz ist. Das heißt, gekauft oder gemietet, checkt den Ölstand, Reifendruck und Flüssigkeiten alle 500km. Zumindest zu Anfang solltet ihr regelmäßig nachschauen bis ihr euer Fahrzeug kennt und wisst wieviel es verbraucht.

Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, sollte zudem noch auf die Höhe des Fahrzeugs achten um ohne Probleme fahren zu können. Damit kleine Brücken, Parkplatz-Einfahrten oder tief hängende Äste nicht zum Problem werden.

14. Lagerfeuer:

Buschfeuer sind häufig in Australien und können äußerst gefährlich sein, deshalb werft niemals irgendetwas Brennendes aus den Fenstern. Lagerfeuer in National Parks sind nicht ohne Grund nur auf vorgeschriebenen Flächen zugelassen oder sogar komplett verboten. Wer ein Lagerfeuer startet, musst sicherstellen, dass es am Ende der Nacht komplett gelöscht ist. Zusätzlich sollte man bis zu 10 Liter Wasser in der Nähe haben, falls es außer Kontrolle gerät.

15. Pannen und Unfall:

Solltet ihr auf eurem Roadtrip eine Panne im Outback haben, solltet ihr bleiben wo ihr seid. Wartet darauf, dass jemand vorbeikommt und euch hilft. In Australien ist es nicht ungewöhnlich, stundenlang zu fahren, ohne eine anderes Auto zu sehen. Es ist trotzdem am sichersten, bei deinem Wohnmobil oder dem Auto zu bleiben. Wenn du dein Fahrzeug verlässt, um nach Hilfe zu suchen, ist es wahrscheinlicher dass du bei den hohen Temperaturen schnell dehydrierst, als das du auf Hilfe stößt. Bleibt in der sengenden Sonne am besten bei eurem Fahrzeug bis Hilfe kommt.

Wenn Du diesen Artikel hilfreich gefunden hast, dann wirf auch einen Blick in Teil 2 (12 Tipps zur Zeitplanung) der dir v.a. die Zeitplanung für deinen Roadtrip erleichtern wird.

JKreischerIcon

es schreibt: Australien-Bloggerin Nadja

    

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