Das Leben in Australien wird immer teurer

13.07.2010 Autor: - in Auswandern, Leben & Alltag, Top - 28 Kommentare

Nun bin ich seit drei Wochen mal wieder zu Besuch in Deutschland, als ich mir vor kurzem Gedanken darüber gemacht habe, wie unterschiedlich die Lebenshaltungskosten in den beiden Ländern sind und wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt haben.

Ein Besuch beim hiesigen Supermarkt (sprich: netto, Edeka, Aldi, Lidl etc.) war nach eineinhalb Jahren in Melbourne und drei Monaten in New York ein erfrischend günstiges Erlebnis. Natürlich kann man die Lebenshaltungskosten von einer Kleinstadt wie Saarbrücken oder einer ungewohnt günstigen Hauptstadt wie Berlin nur indirekt mit Städten wie Melbourne oder New York vergleichen. Dennoch musste ich schlucken, als ich den krassen Preisunterschied bei vielen Waren entdeckte:

Shopping in AustralienVon der Milch, über Wurst und Käse bis zum Joghurt – ich wage zu behaupten, dass fast alle Produkte im Kühlregal in Australien um das Doppelte teurer sind. Auch Tiefkühlkost, wie zum Beispiel eine Pizza, für die man hier circa drei Euro bezahlt, gibt es in Australien oft nur für den zweifachen Preis. Ich fand sogar frisches Gemüse und Obst, von dem man erwarten würde, dass es in Australien, wo es lokal produziert wird, günstiger wäre, nicht gerade umweltschonend aber handlich verpackt zu einem besseren Preis als in meinem Supermarkt um die Ecke in Australien. Auch Konserven wie Thunfisch oder eine Dosensuppe komme mir hier in Deutschland unglaublich günstig vor.

Ich habe natürlich nicht alle Preise von allen Lebensmitteln im Kopf, aber da ich mich schon vorher über die hohen Lebenshaltungskosten in Australien aufgeregt habe, wurde mir diesmal wieder richtig bewusst, wie unverschämt hoch die Preise in den australischen Großstädten geworden sind. Früher wurde der Preisunterschied locker durch die schwächere Währung des australischen Dollars wettgemacht, da aber der Wert des Euros sinkt und der des australischen Dollars steigt, ist das Leben in Australien so teuer wie nie zuvor geworden.

Es gibt natürlich auch in Australien große Discountmärkte (es gibt auch ein australischer Aldi), die man aber nur mit entsprechenden Transportmitteln erreicht und meiner Erfahrung nach nicht mit den Billigangeboten von deutschen Discountmärkten mithalten können. Ich muss hier klar sagen, dass ich natürlich kein Riesenfan von Aldi, Lidl und Co bin. Besonders der Overload an Verpackungen geht mir ordentlich gegen den Strich. Außerdem hat sich der Gedanke von Biolebensmitteln (falls diese wirklich existieren) in größeren Supermarktketten in Australien noch nicht soweit durchgesetzt, dass es den Gang zum Wochenmarkt mit frischen Produkten ersetzen würde.

Zusammen mit den derzeit extrem hohen Mietpreisen ist das Leben in einer Großstadt in Australien über das letzte Jahrzehnt hinweg zu einem Luxus geworden, den sich nicht mehr ganz so viele Leute leisten können. Für Reisende, die nur wenige Wochen in Australien verbringen, bedeutet dies, dass sie einen etwas größeres Urlaubsbudget einplanen sollten, als noch vor wenigen Jahren. All diejenigen, die für ein ganzes Jahr nach Australien kommen oder mit dem Gedanken spielen, ganz nach DownUnder auszuwandern und in der Nähe einer Großstadt wohnen möchten, sollten damit rechnen, dass die Lebenshaltungskosten weitaus höher als in Deutschland sind und sich in unmittelbarer Zukunft wohl auch nicht nach unten verändern werden.

    

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Kommentare (+)

Hans Dampf schrieb am 19.07.2010:

Hallo Kai,
ich denke der von dir wahrgenomme Preisunterschied kommt hauptsaechlich durch den derzeit so schwachen Euro. Bei einem „normalen“ Wechselkurs von AU$1,65 pro Euro relativiert es sich schon wieder. Wenn du nun die Mieten mit Staedte wie Muenchen oder Stuttgart vergleichst und die deutlich guenstigeren Energiepreise in Australien mitrechnest, ist das Leben in D mindestens genauso teuer wie in Australien. Unbezahlbar bleibt fuer mich nach wie vor die deutlich hoehere Lebensqualitaet in down under!

Jane Doe schrieb am 19.07.2010:

Kann Hans nur Recht geben.
Wenn man das Preisniveau in Stuttgart oder Muenchen mit Australien vergleicht, da ist Australien deutlich guenstiger.
Ich krieg hier im Raum Canberra eine essbare Tiefkuelpizza fuer unter $5.
3l Milch krieg ich hier fuer um die $5.

Mieten in Stuttgart?
Raum ACT ist mit den Mietpreisen weit ueber Durchschnitt im Australienvergleich, aber trotzdem noch weit unter Stuttgarter Niveau.

In Stuttgart waere, bei gleichem Einkommen, mein Lebensstanard weit unter dem, den ich hier so pflege.
Und das beruecksichtigt noch nichtmal, dass ich als Sozialwissenschaftlerin in Deutschland vermutlich arbeitslos oder unterbezahlt waere – und von der Lebensqualitaet brauch ich gar nicht erst zu reden. :-)

K. Brach schrieb am 20.07.2010:

Also ich habe eben eine ganz krass andere Erfahrung gemacht. Dabei muss man aber nochmal hervorheben, dass ich in Melbourne in der Naehe der Innenstadt lebe. Ich glaube meine Lebensunterhaltskosten in New York waren geringer als hier in Melbourne.

Die Energiepreise finde ich in Australien auch nicht so niedrig. Ich zahle fuer meine kleine 2 Zimmerwohnung im Schnitt $60-$80 im Monat. Immerhin das Wasser ist (ironischer weise) fast umsonst. 😉

Nochmal ein Beispiel: gestern abend ein Sixpack fuer 5,80 Euro gekauft. In Australien: das billige Ekel-VB kostet da schon im Schnitt um die 15 Dollar fuer ein Sixpack. :(

Bin gerade in Berlin und bin immer wieder ueberrascht wie guenstig das Leben hier ist (Miete, Essen, Weggehen etc.)

Anne schrieb am 25.07.2010:

Kai, verdienst du dein Lebensunterhalt in EURO? 😉

Also wir verdienen unseren in Austral-Dollar und der ist den Lebenshaltungskosten angemessen. Also deutlich höher als er im selben Beruf in Deutschland sein würde. Und diesen Umstand darf man auch nicht aus den Augen verlieren.

LG
Anne

K. Brach schrieb am 26.07.2010:

Ich verdiene $US, EUR und $A, daher ist das fuer mich schwer zu sagen. Wo wohnst du denn? In einer grossen Stadt oder eher laendlich?
LG
Kai

Sebastian schrieb am 20.08.2010:

Sydney ist so teuer geworden, dass man sich wirklich fragen sollte, ob es sich überhaupt lohnt dorthin auszuwandern. Natürlich ist der Lebensstil nach wie vor die Bombe. Aber die Miete, das Essen und besonders das Bier und die Party ist teuer geworden.
Früher hatte man eine Kiste Crowny’s Bier für 34 AUS$ (damals war es das Delux Bier) bekommen. Heute bekommt muss man froh sein,wenn man einen Deal für das gleiche bekommt.
Aber dennoch ist Sydney, meine Stadt und man sollte immer eine Lösung finden.
Cheers

dan schrieb am 23.08.2010:

kann Kai auch nur zustimmmen. Australien ist „gefühlt“ defintiv teurer als vor einige Jahren, insb. Melbourne/Sydney sind, was MIeten angeht (Inner Suburbs, Trendgegenden) fast nicht bezahlbar als Normalsterblicher (ohne dicken Job und ohne WG) – Lebensmittelpreise sind auch defintiv teurer, insb. ist Obst und Gemüse im Supermarkt immer teuerer als auf dem Markt. Bio, grosses Problem! Und bzgl Alkohol und Essen gehen brauch ich wohl kein Wort verlieren. Ich habe die Woche in NZ echt aufgeatmet!

Maja schrieb am 24.10.2010:

@ Jan Doe

Das gehört jetzt nicht wirklich zum Thema, aber Du schreibst, dass Du Sozialwissenschaftlerin bist und gut über die Runden kommst. Ich bin auch eine und würde mich gerne über Arbeit und Verdienst in DU austauschen.Wenn Du magst, dann schicke doch mal eine mail an die für diese Zwecke angelegte Adresse majamaja75@gmx.de

Danke und Gruß

Frank Rohner schrieb am 24.10.2010:

vergleichsweise ist deutschland sicher teurer ^^

mia pia schrieb am 03.12.2010:

ich lebe seit 4 jahren in melbourne und muss sagen es ist extrem teuer hier.
es fängt an mit kleidung über lebensmittel hin zu mieten.
wir bauen ein neues haus und vermieten unsere haus (liegt in einer mittel guten lage) 2011. ich bekomme 450$ die woche in meiner gegend und dachte es ist eine ausnahme durch die gute lage, bis ich mit freunden gesprochen habe und sich rausstellte das es sich zum standard hier hin bewegt!und ich dachte hamburg ist teuer:)

Thorsten schrieb am 29.12.2010:

Ich kann nur bestaetigen, dass die Lebenshaltungskosten deutlich hoeher als in Deutschland sind. Dies trifft insbesondere fuer Familien mit Kindern zu!
Wir haben aus diesem grund Australien verlassen und sind nach Deutschland zurueckgekehrt.
Auch die Lebensqualitaet wuerde ich nicht als besser sehen. Das Wetter ist besser aber sonst?!
Die Kultur der Australier ist doch mehr der englischen angepasst (trinken, fischen und campen). Bildung wird dort nicht verlangt. Auch das Schulsystem was gem. PISA besser als das von Deutschland sein soll halte ich persoenlich fuer ein Geruecht.
Australien macht eine sehr gute Werbung, aber wenn man hinter die Fassade schaut merkt man gleich es ist meist nur warme Luft.

Jane Doe schrieb am 29.12.2010:

Ich denke, das Haptproblem ist, dass hier Äpfel mit Bananen verglichen werden.
In D sind Lebensstandard und -haltungskosten schon extrem unterschiedlich. Man veranschauliche sich nur mal das Gefälle zwischen München und Meck-Pomm Landidylle. :o)

Nu is aber halt Australien groesser als ganz Europa!
Keine Frage, es gibt hüben und drüben ganz viele Gegenden und Dörfchen n denen ich wohl nichtmal unter Zwang leben wollen würde. 😛

@Thorsten:
Das mit der Bildung kann ich nicht bestätigen, wobei es da ganz sicher regionale Unterschiede gibt. Bildung, Gesundheitsversorgung, Etc. Steht und fällt halt mit der jeweiligen Infrastruktur und dem Zugang zu Dienstleistern.
Canberra ist in Sachen Bildungsnivea und Zugang zu Bildung wohl auch kaum zu schlagen. die Kinder in meinem Bekanntenkreis konnten mit 4-5 Jahren so gut lesen, wie ich es aus D von Zweitklässlern kenne. Ich finde es toll, dass hier Bildung schon im Krabbelalter spielerisch beginnt. Ich finde es auch toll, dass die Vorschul- und Grndschulkinder in meinem Bekanntenkreis eben nicht stundenlang stillsitzen. Dass das alles spielerischer ablaeuft. Dass Schulbildung mehr Praxisbezug hat.
In Deutschland – wobei hier mein Wissensstand 10 Jahre alt ist, muss ich sagen, ich find es fragwürdig, in Schulen den Subjonctiv oder Kurvendiskussionen zu lehren. 99% der Bevoelkerung kommen suppi ohne aus und brauchen weder noch im Leben. Dass ich als deutsche Gymniasiastin nie Werken oder Hauswirtschaft oder Ernaehrungslehre hatte, das fehlt im Leben ehrlich.
Was das tertiäre Schulsystem angeht hat Austalien die deutlich bessere Infrastruktur (für nicht permanent residents halt sehr teuer), das deutlich bessere Angebot und eine weit bessere Lehre. Das erklaert auch, warum austtralische Unis bei rankings so viel besser abachneiden als deutsche. Seit ich hier nochmal zur Uni bin, kommt mir Studium in D ehrlich leider nur noch wie ein schlechter Witz vor. In Australien hätte ich in einem Bruchteil der Studienzeit deutlich mehr lernen können wie es in D der Fall war. Im Leben nicht würde mir hier in Australien ein Prof sagen: Sorry, Kurs voll, versuchen’ses nächstes Jahr. Hier muss man sich auch nicht 3 Wochen im Voraus zur Sprechstunde anmelden, Profs beantworten Emails innerhalb von 24h, meistens auch am Wochenende, ich hab die Handynummern meiner Dozenten für Notfälle. Unistudium geht auch in den meisten Fächern ganz leicht berufsbegleitend abends und am Wochenende.

Das allerbeste finde ich aber, dass es keine Sonderschulen gibt. Kinder werden nicht abgestempelt, abgeschoben und in zarten Jahren zur Chancenlosigkeit verdammt. Ob körperliche oder geistige Behinderung, man kann hier ganz normal zur Schule gehen. Oder auch zur Uni. Und wenn Lehrmaterialen in Blindenschrift für einen einzigen Schüler oder Studi angefertigt werden müssen, dann ist das halt so. Im Schulalltag gibt es Lehrassistenten, die Kindern mit Behinderungen zur Seite stehen. *Daumen hoch*
Wenn eine Uni für einen sehbehinderten Studi digitale Versionen von Büchern anfordert, sind hier die Verlage rechtlich (!!!!) verpflichtet, die rauszurücken. Weil gleiche Bildungsmöglichkeiten und Behindertenschutz schwerer wiegen als Copyrightbedenken.

Ich bin von dem Bildungssystem in Australien (wie ich es hier in Canberra erlebe) voll und ganz überzeugt, und denke, dass sich Deutschland davon in vielerlei Hinsicht ne Scheibe abschneiden könnte.

Aber wie gesagt: in D gibt es regional schon himmelweite Unterschiede. In Australien bestimmt auch. :o)

daniel schrieb am 29.12.2010:

@thorsten:

Deine ehrlichen Worte sind löblich, aber dein „Frust“ über Australien ist mir schon zu oft begegnet, gerade von Deutschen. Why?

Da ist man ein paar Mal auf dem Kontinent, alles ist „no worries“ und schwups entscheiden sich Leute mit Kind und Kegel es „mal“ da unten zu versuchen, weil Deutschland ja voll scheisse ist und hier alle total unentspannt usw usf und merken auf einmal, übrigens wie überall auf der Welt, das sie nicht „gebraucht“ werden. Niemand warten auf irgendjemand. Die Kultur ist auch nicht wirklich gleich, obwohl alle weiss sind und durch englisch total easy: ups wie konnte das passieren?

Lebensqualität? Sehr individuell! Ich habe schon sehr viele Metropolen gesehen, aber Berlin, Hamburg und München regieren doch (leider) sehr weit oben. Muss man einfach zugeben. Sauber, Sicher, Bildung, Berge oder Meer, perfekte Infrastruktur, Unterhaltung, wenig Gängelung –  ich mag zwar Melbourne, Vancouver oder Reykjavik lieber. Weil es mir wichtiger ist, „outdoor“ zu sein oder „multikulti“ zu leben oder entspannt vor oder nach der Arbeit zu surfen. Aber ich hab weder Kinder noch Ambitionen auf 4W-Karre oder KPMG Bürojob. Also sind mir Bildung, Besitz usw alles shit egal, solang ich mein Lebensstandard, der sehr niedrig ist, halten kann, dafür aber am Wochenende in die Wildnis „darf“. Das kann ich übrigens auch in Europa. Skandinavien oder Irland sind toll und Portugal und die Alpen rocken auch wirklich!

um es rund zu machen:
es ist sehr bewundernswert, das ihr es gewagt habt, das ist sehr mutig! und vielleicht trifft all das gsagte nicht auf euch zu, aber ich wundere mich wirklich zu oft. viele leute haben noch nie Monate oder Jahre im (1Welt-)Ausland gelebt und machen sich nach drei URLAUBEN auf, es „mal zu versuchen“ – da pack ich mir immer an den Kopf!

Aber wer nicht mit einem Spitzjob, Fähigkeit, Kohle oder Zähigkeit gesegnet ist, und somit SOFORT das selbe Einkommen wie in .de hat, sollte sich nicht wundern, wenn in der „neuen Welt“, Deutschlands Sozial-, Gesundheits- und Buisness-System einem wie das Schlaraffenland vorkommt. Das ist es nämlich immer noch, auch wenns immer härter wird.

PS: Erzähl mal nen paar Amerikanern, Aussies oder Kiwis von Hartz4, inkl. KK und Mietezahlung. Da kennen ich ne Menge White Trash Leute, die sofort nach Berlin ziehen würden, wenn Sie die Kohle hätten und dürften, dazu noch billige Kippen und Alk inklusive 😉

… shit warum hab ich jetzt soviel geschrieben?

K. Brach schrieb am 30.12.2010:

Ich muss euch da allen irgendwo Recht geben. 😉

Bei Thorsten scheint da auch eine grosse Menge Frust dabei zu sein, was teilweise verstaendlich ist.

@Jane: was primary und secondary schools angeht, kann ich nicht viel zu sagen, aber wer der Unis in Australien mit denen in Deutschland vergleichen will, darf nicht vergessen, dass jeder Student hier bei Abschluss eines Bachelors (was wesentlich weniger ist als ein z.B. Diplom) erstmal cirka $50.000 Schulden auf dem Buckel hat. Dass da die Unis evtl. mehr bieten (muessen), ist logisch.

Ob und wie man die Entscheidung trifft nach Australien zu kommen, sollte man sich vorher gut ueberlegen (Danke Daniel), denn Leben in Australien ist NICHT das was man aus dem Urlaub kennt oder in irgendwelchen deutschen Medien vorgegaukelt bekommt. Ich persoenlich habe weiterhin ein sehr enges Verhaeltnis zu Deutschland und werde auch regelmaessig wieder dorthin zurueckkehren – evtl. fuer ein paar Monate oder auch ein paar Jahre, wer weiss.

Um nochmal auf mein urspruengliches Thema zu kommen, die Lebenshaltungskosten, so sehe ich hier in Zukunft wirklich ein Problem: die Mietpreise/Hauspreise entscheiden so ziemlich alle anderen Preise auf dem Markt. Da die Staedte weiterhin extrem schnell heranwachsen und es zu wenige Wohnungen gibt, entsteht hier ein Spannungsverhaeltnis, das sich irgendwann umkehren muss oder es passiert was unkontrollierbares, von dem keiner die Auswirkungen einschaetzen kann.

Jane Doe schrieb am 30.12.2010:

inwiewiet der australische Bachelor mit deutschen Magistern/Diplomen zu vergleichen ist ist… streitbar.
Beim australischen Bachelor ist – je nach Fach – die Regelstudienzeit 3-5 Jahre. Sprich u.U sogar laenger als beim deutschen Diplom oder Magister.

Also durchaus vergleichbar- aber natuerllich auch fachabhaengig.

Das mit den Schulden finde ich persoenlich auch nicht so schlimm: Vollzeitstudiengaenge gibt es hier ja schon fuer unter A$ 5,000 pro Semester (mit commonwealth support und fuer permanent residents/citizens). Das ganze kann man auch per zinsfreienm Darlehen haben. Fuer teure Faecher wie Medizin gibt es Moeglichkeiten, sich fuer Outbackdienst nach dem Studium zu verpflichten. Man sitzt halt einige Jahre in der Pampa, hat dafuer aber hinterher kaum Schulden.
Die Schulden kann man problemlos langsam zurueckzahlen.
Und man kann sich ja auch dazu entscheiden, keine Schulden zu machen, und berufsbegleitend zu studieren. Das dauert dann halt laenger, aber dafuer ist man anch dem Studium schuldenfrei und hat berufserfahrung.

Find ich deutllich besser wie niedrige Studiengebuehren in D, mit Darlehen zurch Banken zum Standardzinssatz (haha!) und dann noch nichtmal in der Regelstudienzeit studieren koennen, weil die Kapazitaeten nicht da sind.

Und mal ganz ehrlich: Wenn man berufsbegleitend studiert und selbst wenn man keinen commonwealth support kriegt, dann kommt die Teilzeitstudiengebuer auf etwa 2,500 pro Semester (bei 2 belegten Kursen, je nach Uni und Fach schwankend). Das is echt nicht die Welt. Man hat ja ein volles Einkommen. Dafuer gibt es rundum-sorglos service.
ich musste nichtmal persoenlich in die Buecherei – die Buecher hab ich online rausgesucht, und sie wurden mir ganz bequem per Post (!) nach Hause geschickt. Wo beim Studium in D ganz viel Zeit nur mit Stundeplan erstellen, versuchen in Kurse reinzukommen, anstehen, Verwaltungsgezerfe verschwendet wurde, muss ich mich hier um verwaltungskruscht nicht kuemmern. Ich ruf an, schilder mein Problem, mir werden ggf. Formulare zugemailt. alles ganz easy. Kein rumgenerve.

Ich arbeite lieber, sammel Berufserfahrung, belege nebenher ein oder zwei Kurse pro Semester, zahl dafuer ein halt. Und verliere nicht Jahre durch uni-verwaltungs-unfaehigkeit. Die Jahre, die ich in D im Studium verloren hab, gibt mir keiner zurueck.

Oh, und die Studiengebuehren setz ich natuerlich von der Steuer ab, da berufsbezogen. 😀

Franziska schrieb am 13.03.2011:

Ich lebe jetzt seid fast 13 Jahren in Sydney und geh regelmaessig zurueck nach Deutschland, Freunde und Familie besuchen. Ich komme aus dem sueddeutschen Raum und vergleiche auch immer wieder Preise und Lebensqualitaet. Ich persoenlich finde Sydney inzwischen unverschaemt teuer und finde auch das sich die Stadt die letzten 5 Jahre drastisch veraendert hat. Der Verkehr ist fast nicht auszuhalten, nur noch verstopfte Strassen und man braucht 25 min laenger als frueher um irgendwo hin zukommen. , in den Laeden stressen sie nur noch herum und es wird immer enger, weil der Zuwachs enorm angestiegen ist. Das Wetter hat mir immer sehr gefallen hier aber ich glaub in Zukunft braucht jeder Haushalt hier eine Klimaanlage! Ich habe den heissesten Sommer hinter mir , besonders wenn es nachts nicht mehr abkuehlt , leidet man. Die Leute sind nett aber oberflaechlich distanziert. Ich bin Selbstaendig und die Flexibilitaet hier ist beruflich gesehn sehr gut.Ja es stimmt der australische $ ist stark , aber Australien ist was Klimawechsel angeht , inzwischen zu einem bedrohten Kontinent geworden, da spielen die Spinnen wohl die kleiner Rolle. Natuerlich ist es niergendwo mehr richtig sicher , aber man muss sich in der Zukunft gut ueberlegen ob man am Meer wohnen moechte oder lieber mehr geschuetzteren Bereich.
.Auch was sie im Fernsehn zeigen ist immer mehr abgedroschenen, anspruchlose dramen , sport ,ein paar garten und kochsendungen , ein paar bloedel shows dann hat’s sich’s., wobei deutsches TV ist auch nicht immer grade ein highlight ist aber doch noch mit etwas mehr nieveu ausgestattet als hier.
Anyway ich hab fuer mich das Leben in Deutschland noch nicht voellig abgeschlossen, auch Deutschland bietet viel , und man muss abwaegen was einem persoenlich wichtig ist.
Und wohl das ganze Packet anschauen.

Sunny schrieb am 29.11.2011:

Hallo, also ich bin hier in Melbourne nun fast schon ein Jahr. Meine Meinung ist, dass es sauteuer ist. Außer man freut sich über den chinesischen Ramsch den es hier an jeder Ecke im Übermaß gibt. Vom freien Australien kann keine Rede sein. Der Schein trügt. Es ist ein weites Land und das glaub ich täuscht einen sehr. Wenn ich nur an all die Kameras an jeder Straßenkreuzung denke. Ich will wieder heim nach Österreich zu bestens schmeckenden Wasser und feinsten Brot und Gebäck. Das gibt’s hier nicht.

Bungee schrieb am 06.12.2011:

Ich finde Euer geschriebenes wahnsinnig interessant, schon weil ich über eine Zeit in DU nachdenke, rumplane und die Tasten meines Taschenrechners unlesbar mache… 😉 Ich bin aber eher für ländliches und Natur und weniger am Studium interessiert.

Für mich wäre es daher mal hart interessant, wie die „hillbillies“ unter den Auswanderern über die Kostensituation denken…

Edin schrieb am 07.12.2011:

Hallo
Ich wohne schon seit 12 Jahren in Australien(99-01 Sydney und von 2001 in Melbourne). Ich komme uhrspruenglich aus Bosnien und habe 6 Jahre in Worms gelebt. Ich weiss dass man Worms mit Melbourne nicht vergleichen kann, aber genauso kann man Melbourne 2011 mit Melbourne 2001 vergleichen.
Damals konnte man super leben. Benzin, Lebensmittel, Ausgehen, Mieten und die Preise der Hauser waren sehr guenstig und mann konnte guenstig leben.
Heute is alles 2-3 mal so teuer und der Standard der Mittelschicht geht sehr schnell unter. Wer sich ein/e Haus/Wohnung for 7-8 Jahren fuer $200000 gekauft hat kann Heute immer noch gemuetlich leben, da dass meiste schon abgezahlt ist und der Wert auf $450-$500 gestiegen ist. Es ist eigentlich ein kompliziertes Thema weil die Vor/Nachteile von beiden Laendern nicht von allen im Forum gleich gesehen sind. Ich persoenlich denke dass das Familienleben in Deutschland viel besser ist und dass man als Single in Australien ne‘ Superzeit haben kann.

Jim schrieb am 28.01.2012:

Servus

kann mal jemnad was sagen über den Verdienst ín Australien.

dANKE

Kat schrieb am 19.02.2012:

Lebe seit 8 Jahren in Sydney und kann meinen Vorrednern nur zustimmen, die Stadt (oder besser gesagt das ganze Land) hat sich leider sehr zum Negativen veraendert in den letzten Jahren, damals waren die Leute gut drauf, man hatte Platz und konnte sich ausgabentechnisch echt was goennen, aber das war einmal. Mittlerweile sind die laid-back Aussies rar geworden, man merkt richtig wie angespannt die Stimmung ist und wie sie alle fuer ihren hohen mortgages schuften die sie sich eh nicht leisten koennen da hier alles ueberteuert ist. Die Gehaelter steigen nicht nicht im gleichen Tempo an wie die Preise, kein Wunder dass hier viele abdrehen. Mittlerweile ueberlege ich ernsthaft in ein anderes Land zu gehen, das Australien in das ich mich damals verliebt habe gibt es so leider nicht mehr.

Karl Best schrieb am 11.05.2012:

War 6 Wochen in Australien,Westküste Perth bis Albany. Australien ist landsch. schön, die Menschen sind unzivilisiert, zum gr. Teil unfreundlich. Manchmal bin ich mir vorgekommen wie in der Ex-DDR. Kontrollen in einem Befehlston am Bahnhof und anderswo. Das Leben in DU ist so teuer, dass es sich ein Durchschnittsverdiener nicht leisten kann, dort Urlaub zu machen. 6 Bier kosten 25$ – Gurke ca. 3,50$, Brot, Gemüse und alle anderen Lebensmittel sind mehr als doppelt so teuer wie in Deutschland. Häuser sind in Australien so billig gebaut, würden hier nicht abgenommen werden. Nur die Fassade stimmt. Sie werden hier zu utopischen Preisen gehandelt. Ein normales Haus (hier 150000-200000€) kostet in Austr. 550000!! Ebenso die Mieten außergew. hoch. Mittelklassehotels in Perth kosten so um die 400-500 -DZ- und ohne Frühstück!!
Insgesamt gesehen habe ich in der ges. Zeit keine plausible Erklärung dafür gefunden, warum Australien so teur ist.Obwohl die Lanschaften an der Küste schön sind, war es für mich der erste und letzte Besuch in diesem Land. Es gibt schönere und preisgünstigere Länder auf der Welt (Bali, Thailand usw.)
Schade, habe sehr viel Geld dort gelassen, aber der Gegenwert war nicht da.
Hotels kosten so

Karl Best schrieb am 11.05.2012:

Habe noch eines vergessen: Das Wasser in Australien ist derart mit Chlor angereichert, dass Ihnne schlecht wird. Sogar die haut reagiert nach dem Waschen auf diese Dröhnung. Wir haben uns im Supermarkt Wasser gekauft, was natürlich ebenfalls sehr teuer war.
Noch eins: Zigaretten kosten 30 =Stck. 25.
Eine Flasche Jack Daniels ca. 50-60 . Na denn Prost.

David Hansen schrieb am 18.05.2012:

Es ist wahr, bin gerade aus Australien wiedergekommen. Ein Land ohne Kultur, oberflächlich und sehr ,sehr teuer. Für 6 Wochen haben wir mit Flug und kleinen Rundreisen in West-Austr. ca. 12.000 €uro ausgegeben. Dabei haben wir schon auf günstige Gelegenheiten geachtet. Nur einige Beispiele: Kaffee 1kg =ca. 40 $, 6 kl. Fl. Bier ca. 20$, 1 Gurke 3,50$ usw. Das Wasser ist so chlorhaltig, dass man Magenschmerzen bekommt, Hautreaktionen. Immobilen, die in Deutschland als unter dem Durchschnitt gelten, werden hier zu utopischen Preisen gehandelt (500.000$ ist keine Seltenheit). Dabei ist alles nur Billigware. Hier gilt der Grundsatz: mehr Schein als SEIN! Hinzu kommt das überschwengliche Verhalten bei Unterhaltungen der Menschen, unerträglich übertrieben und nicht ehrlich gemeint!
Schon ein seltsames Land. Für mich das erste und das letze Mal.

Leko schrieb am 18.05.2012:

wow.
Lebe seit 2007 in Australien, habe mittlerweile beide Staatsangehoerigkeiten, und erlebe es genau andersrum als David:
Hier kann ich endlich einfach so sein, wie ich wirklich bin, ohne mich dauernd verstellen zu muessen wie in Deutschland.
Hier gibt es keine Erwartungshaltung, wie „man“ denn nu sein muss.
Das, was Du als Mangel an ehrlichkeit empfindest, erlebe ich als Hoeflichkeit: In D wird man sofort in Schubladen gesteckt und abgeurteilt.
Ich finde es toll, dass ich im Schlafanzug in dem Supermarkt fahren kann, und ich nicht als Aussaetzige behandelt werde
In D hab ich im Schlafanzug nichtmal den Muell rausgebracht…..

*lach*
Ich war seit ich vor 5 Jahren ausgewandert bin auch nicht mehr zu Besuch in D – fuer mich ist das Leben hier einfch zu paradiesisch. :o)

Was die Preise angeht:
Wir zahlen fuer 1kg Kaffee $17-20, fuer eine Gurke 40-50c.
Okay, fuer Bier zahlen wir relativ viel – weil wir das aus Oesi importierte Goesser trinken. 😛

Was Immobilienpreise angeht:
Ich denke, das kann man nicht vergleichen.
Ich komme urspruenglich aus Stuttgart.
Aus meiner Sicht ist ein schoenes Haeusle mit Grundstueck in guter Lage fuer $500,000 extrem guenstig.
Unser Haus ist mehr wert, aber in/um Stuttgart waere ein vergleichbares Haus siebenstellig (in EURO!)

Bei der ganzen Preisdebatte bitte auch die Einkommen in Betracht ziehen:
Ein Paar, das ein Jahreshaushaltseinkommen von unter $ 150,000 hat, zahlt den niedrigeren medicare-satz fuer ‚Geringverdiener‘

Wasser:
Das Wasser im Outback muss stark gechlort sein, weil die Wasserqualitaet schlecht ist.
Lieber Chlor als Keime und Parasiten….. 😛
Zum trinken / kochen wuerd ich kanisterweise Mineralwasser kaufen. Outbackwasser wuerd ich nur zum Waschen verwenden.

Sehr Gut! schrieb am 11.05.2015:

Hi,

ich wohne gerade in China (Shanghai) und finde alles extrem teuer verglichen mit Deutschland. Supermarktpreise, Obst, Kneipen, Essen gehen, Cafes,…. einfach nur total heftig diese Preise.

Jetzt habe ich festgestellt dass die australischen Expats die ich bisher getroffen habe hier alles total billig finden. Wie schlimm muss es in Australien sein hab ich mir gedacht und dabei diese Seite hier entdeckt….. Ist wohl wirklich noch schlimmer.

Wie koennen sich die Australier das Leben in Australien leisten? Ich habe hier ungefaehr das doppelte Gehalt wie in Deutschland (ca. 8.000 Euro Netto) und die Wohnung wird vom Arbeitgeber bezahlt. Hört sich erst mal gut an, aber es ist einfach so brutal teuer hier das es keinen Spass macht. Und die Ausis finden das billig?????

jmicha schrieb am 09.04.2016:

Wir sind gerade am Umziehen nach Deutschland – ich liebe Sydney sehr und gehe schweren Herzens (Mutter krank). Allerdings muss ich sagen, dass sich Sydney in den letzten 10 Jahren tatsächlich sehr zu seinem Nachteil verändert hat. Ich kam 1997 zum ersten Mal und das war eine andere Stadt. Immer teurer als der Rest Australiens, aber nicht so lächerlich wie im Moment. Wir zahlen hier $650/Woche Miete für eine 3 ZW und gestern habe ich bei örtlichen IGA 2 Liter O-Saft für $7,20 gesehen (zugegeben, Nudie – aber SIEBEN Dollar???)… Wir haben im Deutschlandurlaub beide gute Jobs gefunden und versuchen es jetzt mal in Deutschland. Haben noch eine kleine Wohnung als Kapitalanlage hier, vielleicht sind wir in 2 Jahren ja wieder da. Aber im Moment brauchen wir Auszeit – die Lebensqualität ist einfach abgesunken. Was nutzt mir der schönste Hafen der Welt, wenn ich Tag und Nacht und am Wochenende maloche, um ein Dach überm Kopf zu haben? Und der Verkehr… Freundschaften aufrecht zu erhalten ist echt schwierig, weil man dauernd arbeiten muss und ewig fährt, weil der Verkehr so schlimm ist. Auch die Leute sind viel härter geworden in den letzten Jahren, ich glaube, das ist so eine Kombination. Naja, ich hoffe, dass sich das wieder ändert. Vielleicht brauche ich auch einfach ein paar Jahre Deutschland, um Australien wieder zu schätzen 😉

jmicha schrieb am 09.04.2016:

Ach ja, ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere meiner Vorredner mal berichtet, wie es ihm/ihr in der Zwischenzeit ergangen ist? Ist jemand nach Europa zurückgekehrt oder seid Ihr alle noch in Oz?

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