Klimawandel in Australien – Auswirkungen & Aussichten

Auch in diesem Jahr moechte ich mit einem Beitrag am heutigen Blog Action Day teilnehmen, der sich diesmal ganz dem Thema „Klimawechsel“ widmet. In diesem Beitrag erfaehrt ihr ein wenig ueber die Auswirkungen des Green House Effect auf Australien und was ihr als Besucher (oder auch Bewohner) Australiens tun koennt, um die Umwelt zu schonen.

Der Klimawechsel in Australien

Seit 1950 haben sich die Durchschnittstemperaturen in ganz Australien um 0.9℃ erhoeht. Je nach Region schwankt diese Aenderung sehr stark. Ausserdem haeufen sich die Tage und Naechte an denen es sehr heiss ist, wobei die kaelteren Tage und Naechte stetig abnehmen.

Die folgende Grafik zeigt die Temperaturabweichungen der letzten fast 100 Jahre:

Temperatur-Extreme in Australien

Seit 1950 hat der Regen in der oestlichen und sued-westlichen Region Australiens stetig abgenommen. Die letzten Jahre waren aussergewoehnlich trocken, wobei der Nord-Westen mehr und staerkere Regenfaelle registriert hat. Dies laesst auf eine Verschiebung der Klimazonen schliessen.

Weltweit konnte man im 20. Jahrhundert einen Anstieg des Meeresspiegels von cirka 17 cm feststellen. Australien hat an seinen Kuesten in den Jahren zwischen 1920 und 2000 einen direkten Anstieg von 10 cm notieren koennen und stellte ausserdem eine deutliche Erwaermung der Meeresstroeme in allen Ozeanen, die Australien umgeben, fest.

Quelle climatechangeinaustralia.gov.au

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Auswirkungen des Klimawandels auf Australien

Die oben genannten Veraenderungen im Klima in und um Australien haben direkte Auswirkungen auf den Alltag fast aller Australier. All diese Auswirkungen hier zu nennen, wuerde den Rahmen des Beitrags sprengen. Hier nur ein paar der Folgen, die ich in den letzten Monaten mitbekommen habe:

  • Die Trockenheit laesst Hunderte von australische Farmer arbeitslos, denn ohne Regen kann nichts angebaut werden. Dies hat weitere schwerwiegende Auswirkungen auf die demographische und wirtschaftliche Entwicklung Australiens.
  • Der fehlende Regen fuehrt dazu, dass in vielen Orten (z.B. Melbourne) Wasser extrem knapp geworden ist. Die Regierung startet umfangreiche Kampagnen und erlaesst neue Gesetze, um die Einwohner zum Wassersparen zu zwingen. (siehe auch die Wasserpolizei)
  • Die Buschbraende haeufen sich und scheinen auch immer extremer zu werden, da die Flora so ausgetrocknet ist, dass schon kleinste Feuer leicht ausser Kontrolle geraten koennen.
  • In den noerdlicheren Regionen sind sintflutartige Regenfaelle haeufiger geworden und richten Millionenschwere Schaeden an. Ironischer Weise fuehrt dies anschliessend zu erhoehter Buschbrandgefahr.
  • Die waermer werdenden Meere sind teilweise dafuer verantwortlich, dass manche Meereslebewesen wie z.B. Wale ihren Lebensraum oder ihre Wanderwege verlieren, sich verirren und sterben. Nicht selten hoert man von Massensterben an Australiens Straenden.

Duerre in AustralienSeit dem Regierungswechsel vor einigen Jahren versucht die Regierung von Prime Minister Kevin Rudd das Thema Umweltschutz, insbesondere die Verringerung des Schadstoffausstosses, staerker voranzutreiben. Aber auch Rudd scheint dabei auf extrem starken Gegenwind von den Lobbyisten der Industrie und Wirtschaft zu stossen, wofuer ihn die Medien und die Oeffentlichkeit an den Pranger stellen. Seine Vorschlaege, wie z.B. das „Emissions Trading Scheme„, bei dem sich Firmen eine Lizens zum Austoss gewisser Mengen an Schadstoffen „erkaufen“ muessen, werden von der Opposition ausseinandergenommen und gelangen nur stark modifiziert und wenig wirkungsvoll in den Senat zum Gesetzeserlass.

Was du tun kannst

Die folgenden Tipps erscheinen ziemlich offensichtlich, aber ich moechte diese einfach nochmal erwaehnen und in einen australischen Zusammenhang bringen:

  • Spart soviel Wasser wie moeglich (beim Duschen, Waesche waschen, bei der Zubereitung von Essen usw). Viele Tipps dazu gibt es hier.
  • Brauchst du wirklich ein Auto? Oeffentliche Transportmittel sind eine gute Alternative. Fahrradfahren ist gesuender und australische Staedte versuchen mit vielen neuen Ideen das Fahrradfahren attraktiver zu machen.
  • Es gibt sooo viele Moeglichkeit Strom zu sparen. Musst du wirklich den Trockner nutzen um deine Waesche zu trocknen? Da wir ja jetzt mehr Sonne haben, sollte es kein Problem sein, die Waesche an der frischen Luft zu trocken. 😉
  • Insgesamt solltet ihr im Alltag oefter mal daran denken, wie viel Energie oder Wasser ihr verbraucht ohne dies direkt zu sehen. Die Trauben aus Kalifornien sind nicht nur weniger suess, sondern haben auch unendlich viel Energie gekostet, um auf dem Ladentisch in Australien oder auch Deutschland zu landen.

Wir Deutschen sind – was den Umweltschutz angeht – sehr vielen anderen Laendern (inklusive Australien) weit voraus. Ich finde wir haben eine Verantwortung und eine Verpflichtung auf Reisen unser Wissen mit den anderen Leuten und Kulturen zu teilen. Natuerlich sollten wir das moeglichst freundlich und unaufdringlich tun. Anstatt sich ueber das fehlende Umweltbewusstsein zu beschweren (so wie ich), sollten wir einfach mit bestem Beispiel vorangehen. Mit der Zeit werden uns andere folgen!

    

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Kommentare (+)

Josef schrieb am 18.02.2011:

Ich war immer im Aussendienst tätig und so auf Wetter vorsagen angewiesen, was bis vor ein paar Jahren eine Katastrophe waren, so war ich gezwungen meine eigenen Wetter vorsagen aus dem Angaben des Wetter Amtes aus zu arbeiten.
Vor etwa 15 Jahren stellte ich einen starken Klimawechsel fest, wo ich natürlich auch die Globale Erwärmung beschuldigte. Das Tropisch schwüle Wetter kam sehr stark an der Ostküste südwärts und aus 14 Jährlichen Humyden Tagen per Jahr wurden 6 bis 12 Wochen in Sydney, Der Jetstrom wo für Sydney dominierend war und den Regen von Nordwesten Australien nach Sydney brachte hat sich um die 800 km nach Süden verschoben und die erfrischenden Sommerregen blieben aus, das hatte auch zur folge das die Ostküsten Regen wo von Kap York an der Küste vor den Blue Mounten nach Süden zogen, haben sich hinter die Blue Mountains verlagert. Das meiste Wasser der Regenfälle ging damals so wie so in den Ozean, aber jetzt geht alles aufs Festland wo Starke Überschwemmung im Inland verursacht da es nicht den kürzeren Weg ablaufen kann sondern durch die Gebirgskette gezwungen ist durch das Hinterland seinen Weg ins Meer zu finden hat.

carlo schrieb am 23.04.2012:

sehr gut (Y) bin der gleichen meinung :) ich liebe australien

Michelle schrieb am 25.04.2017:

Hallo ich bin gerade in der schule und habe spaß mit euer website vielen dank

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