Explorer’s Way: der Roadtrip für Abenteurer

12.03.2015 Autor: - in Reisen & Tours - keine Kommentare

Es muss nicht immer nur die Ostküste sein: Auch auf weniger befahrenen Routen kann man richtig tief ins australische Leben eintauchen. Hier habe ich einen echten Geheimtipp für alle Abenteurer: Den Explorer’s Way.

Der Explorer‘s Way führt von Adelaide im Süden Australiens bis nach Darwin im Norden. Für diese fantastische Strecke sollte man ca. 14 Tage einplanen. Sie wird am besten mit dem Auto (optimal ist hier ein Geländewagen) oder einem Wohnmobil zurückgelegt.

Info: Einen Überblick über alle angebotenen Camper und Wohnmobile bekommst Du auf www.CamperHero.de. Dort kannst Du alle Fahrzeuge im Detail ansehen und die Anbieterpreise direkt miteinander vergleichen.
Übrigens: Seit Neuestem gibt es auch die CamperHero-App

Vom Weingebiet tief hinein in’s raue Land

Explorers WayDer Weg führt von Adelaide ins ca. 2 Stunden entfernte Clare Valley. Das Valley ist eines der bedeutendsten Weinanbaugebiete Australiens – ein Paradies für alle Weinliebhaber, die dort in einer der vielen Weinkellereien eine Weinverkostung mitmachen können. Der 35 km lange „Riesling Trail“ kann entweder zu Fuß oder mit einem geliehenen Fahrrad erkundet werden; er führt vorbei an Weinhängen und malerisch gelegenen historischen Dörfchen.

Beim Verlassen des Valleys wird die Färbung der Erde rötlicher – der nächste Stopp der Route sind die Flinders Ranges: schmale, mit Bäumen gesäumte Schluchten wechseln sich ab mit rauen Hügelketten. Diese Hügel-Formationen bilden, im Herzen des Flinders Ranges Nationalpark, das „Wilpena Pound“, ein unglaublich riesiges Amphitheater, das von der Natur geformt wurde!

Am Abend taucht der Sonnenuntergang die schroffen Felsen in ein magisches Licht mit wechselnden Farben – ein unvergessliches Erlebnis! Hier lohnt es sich, den Campervan abzustellen und mit einem kühlen Bier in der Hand den Abend ausklingen zu lassen.

Info: Für den Eintritt in Nationalparks fallen i.d.R. Gebühren an. Wer plant, mehrere Parks zu besuchen, für den kann sich auch ein Pass lohnen. Dieser beinhaltet dann (meistens) auch die Gebühr für die Nutzung der Campingplätze. Mehr Info, siehe hier
Da jeder Bundesstaat die Parkgebühren eigenständig festlegt, gibt es leider keinen Pass, der für ganz Australien gilt.

Über Parachilna zum natürlichen Spa in Coward Springs

Am nächsten Tag führt der Weg nach Parachilna, 144 km von Wilpena Pound entfernt. Die Stadt beherbergt weniger als 10 Einwohner, das typisch australische Pub mit seiner klassischen Metallüberdachung lädt aber geradezu zu einem kurzen Zwischenstopp ein. Wenn du Glück hast, siehst du den Zug der öfter die Gegend passiert: Er besitzt eine Länge von ungefähr 3 km und über 160 Wagons!

Weiter geht es ins knapp 200 km entfernte Arkaroola Wilderness Schutzgebiet. Hier lohnt es sich bei einer der geführten Touren mitzumachen, z.B. der Ridgetop Tour, die mit dem Geländewagen erkundet wird und fantastische Ausblicke über die Berglandschaften des Outbacks und Lake Frome, dem weißesten Salzsee Australiens, bietet. Wer Glück hat, sieht eines der umhersträunenden Wallabies!

Der nächste Stop der Route ist Coward Springs am Oodnadatta Track. Die Gegend ist eine der trockensten in ganz Australien – ein Glück, dass es hier ein kleines, natürliches Spa zur Abkühlung gibt! Der Strecke weiter folgend kommt man kurz darauf in William Creek an. Hier befindet sich die einzige Tankstelle zwischen Maree und Coober Pedy. Man sollte die Chance also nutzen und den Tank noch einmal ordentlich füllen!

Info: Die Benzinpreise in Australien sind generell im Outback höher als an der Küste. Der Unterschied kann bis zu ca. 0,40 AU$ betragen. Infos zu den aktuellen Benzinpreisen

Die Stadt der Opale und Ayers Rock

Coober Pedy liegt 167 km von William Creek entfernt. Die Stadt ist eine der außergewöhnlichsten Städte, die man sich vorstellen kann. Da die Sonne hier im Outback erbarmungslos niederbrennt haben die Bewohner der Stadt viele ihrer Häuser und Geschäfte unterirdisch angelegt!

Der Ort ist die „Welthauptstadt der Opale“ – über 80% der weltweit vorkommenden Opale werden hier geschürft! Besucher können dort sogar selbst nach Opalen schürfen.
Übrigens: 15 km nördlich der Stadt stößt man auf den berühmten Dingo-Fence, der die hier lebenden Dingos von den Farmen abhalten soll. Er besitzt die unglaubliche Länge von 5.614 km – das ist doppelt so lang wie die Strecke von Paris nach Moskau!

Nun geht es eine weite Strecke entlang des Stuart Highway – das Ziel ist allerdings eines der Top-Locations des Lands und weithin als Postkartenmotiv bekannt: Der Ayers Rock sowie die 36 Felsriesen der Kata Tjutas! Hier heißt es wieder: Wohnmobil abstellen, Sektflasche auspacken und erleben wie die Sonne abends oder in den Morgenstunden den Felsen in ein

Kings Canyon, Explorers WayQuelle:Tourism Australia; Allan Dixon

glühend rotes Licht hüllt – ein magischer Moment! Wer möchte, kann auch um den Uluru herumwandern – die Strecke ist ca. 9 km lang und bietet u.a. auch Felsmalereien und heilige Stätten der Aborigines.

Nach weiteren 3,5 Stunden Fahrt erreicht man den „Kings Canyon“. Die 200m hohen Felswände machen ihn zur größten Schlucht Australiens. Hier lohnt es sich wieder, die Wanderschuhe zu schnüren und den Canyon zu Fuß zu erkunden! Je nach Route gibt es hier fantastische Ausblicke in die Tiefen des Canyons, eine kleine natürliche Oase und Eukalyptusbäume zu sehen. Für Abenteurer werden sogar Kameltouren angeboten!

Info: Der Pannendienst ist in ganz Australien erreichbar unter
der Telefonnummer: 13 11 11

Devil’s Marbles & ein kühles Bier im Daly Waters Pub

Nächstes Ziel der Etappe ist die wahrscheinlich bekannteste Outback-Stadt des roten Kontinents: Alice Springs. In zahlreichen Ausstellungen zeigen die Aborigines hier Kunstwerke ihrer jahrtausendealten Kultur. Wer Material für sein Fotoalbum sammeln will, dem sei eine Fahrt mit dem Heißluftballon ans Herz gelegt, bei der man Kängurus und Wallabys aus der Luft beobachten kann!

Devils Marbles, Explorers WayQuelle:Tourism Australia; Nick Rains

Je weiter nördlich man kommt, umso mehr verändert sich die Landschaft. Das Outback weicht steppenähnlichen Ebenen. Auf dem Weg nach Tennant Creek sollte man auf jeden Fall die Chance nutzen, die „Devils Marbles“ zu besuchen – genau, das sind die riesigen Granitblöcke, mit denen man die „ich schiebe eine 500 Tonnen schwere Felskugel“ – Fotos machen kann 😉

Tipp: Wann immer sich hier die Möglichkeit bietet aufzutanken, sollte man davon Gebrauch machen.

Die Fahrt geht nun weiter in Richtung Daly Waters. Für wanderlustige Reisende ist hier der Weg durch die Honeymoon Ranges zu empfehlen. An dessen Ende liegt der Lake Mary Ann, die eine herrliche Möglichkeit bietet die geschundenen Füße zu kühlen.
Einen Abstecher wert ist außerdem das Daly Waters Pub. Mit seinen Wänden und Decken, die vollgehängt sind mit Karten, Fotos Socken und sogar Unterwäsche, hat es ein ganz einzigartiges Flair.

Die Schluchten der Katherine Gorge

Und immer weiter geht es Richtung Norden… Ungefähr 3 Stunden später erreicht man die Stadt mit dem Namen „Katherine“. Hier ist die Vegetation mittlerweile tropisch. Ähnlich wie auf Island gibt es hier natürliche Thermalquelle (in Mataranka), deren Wasser um die 35 °C warm ist!

Tipp: einen 100 Meter langen Fluss, der ebenfalls durch Thermalquellen badewannenwarm ist, liegt bei den bitter Springs.

Im nahegelegenen Nitmiluk Nationalpark befindet sich die „Katherine Gorge“, ein riesiges Schluchten-System mit bis zu 70 m hohen Wänden aus Sandstein.

Nicht weit entfernt liegt Springvale Homestead, wo man das Wohnmobil über Nacht abstellen kann um erst einmal wieder durchzuatmen, bevor es am Tag darauf weiter in Richtung Darwin geht.

Info: In den meisten Nationalparks Australien gibt es Stellplätze für Autos und Wohnmobile. Diese liegen oft ganz in der Nähe besonderer Natur-Highlights. Sanitäre Anlagen sind dort i.d.R. vorhanden, Strom nicht in jedem Fall. Eine Vorbuchung ist nicht möglich, man bucht den Platz einfach vor Ort.

Über den Kakadu-Nationalpark nach Darwin

Kakadu Nationalpark, Explorer's WayQuelle:Tourism Australia; Allan Dixon

Wer möchte, kann nun den Stuart Highway verlassen und einen kleinen Schlenker gen Osten machen. Dort liegt nämlich der Kakadu Nationalpark, der als Weltnaturerbe gelistet ist – ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer, die gerne wandern! Er ist so groß wie Rheinland Pfalz und bietet fantastische Seen, Wasserfälle und eine lebendige Tierwelt.

Wer auf dem Stuart bleibt, kann kurz nach Heyers Creek in den Litchfield Nationalpark abbiegen. Er ist ein wahres Badeparadies inmitten der Natur: Es gibt hier rauschende Wasserfälle, natürlich entstandene Felspools und jede Menge Seen. Die „Magnetic Termite Mounds“ sind ein natürlicher Wolkenkratzer, der von Termiten erbaut wurde – ein beeindruckendes Fotomotiv!

Die letzte Station des Explorer’s Way ist, nach ca. 1,5 Stunden Fahrt, Darwin – die tropische Hauptstadt des Northern Territory!

Hier kann man nun die Campervan-Reise ausklingen lassen. Darwin ist eine moderne, junge Stadt, hier findet so gut wie jeden Tag ein Event im Freien statt, z.B. Open Air Kino, bunte Märkte, Festivals…

Empfehlung: Was du unbedingt wissen solltest, wenn du einen Camper in Australien mietest

    

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