Ein Auslandssemester in Sydney organisieren – Teil 1

Mit dem Satz: „Ich schnappe mir gleich mein Marketingbuch und gehe an den Strand lernen.“, konnte ich mich während meines Auslandssemesters in Sydney öfters in Telefonaten mit der Heimat verabschieden. Und ich muss schon sagen, am feinsandigen Traumstrand lässt es sich um einiges besser aushalten, als zu Hause an einem Schreibtisch im kalten Deutschland. Das ist natürlich nur einer der zahlreichen Vorzüge eines Studiums im tollsten Land der Welt! Hier nun einige Tipps und Tricks für eine einmalig tolle Erfahrung im Land der Roohs und Barbies.

Vorbereitung

Natürlich will so ein Auslandsstudium schon im Voraus gründlich geplant werden, und da gibt es so einiges, was bedacht werden muss.

Eine super Anlaufstelle für fernwehgeplagte Studenten bietet das Institut Ranke Heinemann. Hier findet man alles Wichtige um ein Studium – sei es ein Auslandssemester oder gleich ein ganzer Abschluss – in Australien oder Neuseeland zu organisieren. Hier kann man sich über die Zahlreichen Studienangebote und Universitäten der beiden Länder informieren und hat man sich entschieden, übernimmt Ranke Heinemann sogar die komplette Kommunikation zwischen Dir und der von Dir ausgesuchten Universität – einfacher geht’s gar nicht mehr! Der Internetauftritt des Instituts enthält auch viele wichtige Informationen und Tipps zu Themen wie Transport, Versicherungen, Visum, Unterkunft, etc. Nimmt man die komplett kostenlosen Dienste des Instituts in Anspruch, kann man sogar das Forum der Internetseite benutzen, in dem „Alumni“, Leute die gerade mit Hilfe von Ranke Heinemann unterwegs sind, und die, die es noch wollen miteinander in Kontakt treten können und sich untereinander Tipps und Tricks weitergeben. Also eine super Anlaufstelle.

Natürlich muss man, um an einer australischen Universität angenommen zu werden, auch gewisse Englischkenntnisse nachweisen können. Die meisten Universitäten verlangen einen bestimmten Score im TOEFL Test. Hierzu solltet ihr frühzeitig auf der Seite http://www.de.toefl.eu/ nach Prüfungsorten und Terminen suchen, da diese meist recht zeitig ausgebucht sind. Zum kostspieligen TOELFtest gibt es – je nach Akzeptanz an der australischen Uni – auch preiswerte Alternativen: DAAD, IELTS,… Auf den Internetseiten der australischen Universitäten ist in der Regel aufgelistete, welche Sprachtests anerkannt werden.

Flug

Gute Angebote gibt es bei BackpackerPack, wo man sogenannte Open Return Tickets buchen kann. Der große Vorteil daran ist, dass man seinen Rückflugtermin und Ort noch gar nicht festlegen muss, sondern erst später entscheiden kann. Trotzdem hat man aber den erforderlichen Rückflugnachweis. So kann man spontan nach seinem Semester noch eine Urlaubsverlängerung, Road Trip, o.ä. dranhängen, ohne dies jetzt schon entscheiden zu müssen.

Versicherung

Eine normale Reisekrankenversicherung reicht meist bei Auslandssemestern nicht aus. Wenn man sich an einer Australischen Universität einschreiben möchte, bekommt man in der Regel auch das Angebot, eine australische Krankenversicherung abzuschließen. Diese versichert meist nur das Nötigste und auf die Zusatzzahlungen sollte genau geachtet werden. Allerdings kann man mit dieser australischen Versicherung auch kostenlos den Arzt in Anspruch nehmen, den viele Unis in Australien auf dem Campus haben. Ich habe mir damals allerdings selbst eine deutsche Reiseversicherung gesucht, in der nicht nur eine Reisekrankenversicherung, sondern zusätzlich noch eine Reiserücktritts, eine Gepäck-, eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung enthalten waren. Besonders die Gepäckversicherung kam mit letztendlich sehr zu gute: Mehr Infos hier. (Nicht verwirren lassen: die Versicherung ist nicht nur für Work and Travel, sondern eben auch für Studenten geeignet)

Study Abroad

Das so genannte „Study Abroad“ Programm wird von vielen australischen Universitäten angeboten und ermöglicht ausländischen Studierenden ein Semester lang eine bestimmte Anzahl von Kursen, die meist völlig frei gewählt werden können, zu belegen. In der Regel sind das in Australien 3 bis 4 Kurse pro Semester. Ich habe mir damals Kurse ausgesucht, die mich vom Inhaltlichen sehr interessiert haben, allerdings wurden mir von meiner Heimatuniversität dann auch nur 2 von 4 Kursen anerkannt. Möchte man sich die Kurse aus Australien an der Heimatuniversität anerkennen lassen, sollte man vor der Anmeldung an der australischen Uni genau abklären, welche Kurse zu Hause anerkannt werden und welche nicht.

Zudem ist darauf zu achten, was die Heimatuniversität an Informationen benötigt, um Dir später die australischen Kurse anzuerkennen. Beispielsweise werden in Australien keine Notenpunkte wie in Deutschland vergeben, sondern Notenbuchstaben: H = Honours, D = Destinction , C = Credit, P = Pass und Z = Fail. Jede dieser Noten wird nach einem bestimmten Prozentsatz vergeben, bei 85 bis 100% bekommt man beispielsweise ein Honours. Nicht in jedem Fach erscheinen später auch die Prozentsätze auf dem Zeugnis, daher müsst ihr mit eurer Heimatuni abklären, ob sie die Prozentwerte brauchen und dann bei den Dozenten in Australien bescheid sagen, dass ihr die Prozentwerte zusätzlich zur Note braucht.
Tipp: Im Artikel „Ein Auslandssemester in Australien“ geht Jörn nochmal genauer auf dieses Thema ein und gibt einen super Überblick zum Auslandssemester Down Under!

Finanzierung

Die meisten werden sich fragen, wie viel denn so ein Auslandssemester kostet und woher das Geld nehmen? So ein Semester im schönsten Land der Welt hat natürlich auch seinen Preis. Flüge kosten im Schnitt mindestens 1000 Euro. Dazu kommen dann die Studiengebühren, die je nach Uni zwischen 4000 und 6000 Euro für ein Semester betragen. Miete und Lebensunterhalt in den australischen Großstätten ist auch nicht ohne. In Sydney beispielsweise kann man mit 80 bis 100 Euro Miete für ein WG Zimmer rechnen und etwa das Gleiche noch mal zusätzlich für Essen, Ausgehen, Strom, Gas und Internet.

Im Artikel „Die Kosten einer Ausbildung/eines Studiums in Australien“ erfährst du Näheres zum finanziellen Teil!

Wenn man nach Finanzierungsmöglichkeiten sucht, bietet die Seite des BaföGAmtes eine gute Anlaufstelle. Für Australien ist das BaföGamt in Marburg zuständig, man kann sich hier auch telefonisch Beraten lassen. Auslandsbafög wird eher vergeben wir das normale BaföG – also traut euch einfach mal nachzufragen. Solltet ihr nämlich Auslandsbafög bekommen, werden euch die Reisekosten sowie die Studiengebühren bis zu einem Betrag von 4500 Euro erstattet, zusätzlich bekommt man noch bis zu 80 Euro im Monat.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, sich um ein Stipendium, beispielsweise bei dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst zu bewerben. Hier laufen allerdings die Fristen für Bewerbungen meist schon 1 Jahr im Voraus ab – also nix wie ran an die Bewerbungen.

Als Student in Australien hat man zusätzlich noch die Möglichkeit bis zu 20 Stunden in der Woche zu arbeiten, während der Vorlesungsfreienzeit sogar mehr. Hierfür muss man allerdings eine extra Genehmigung kaufen (kann zusammen mit dem Visum beantragt werden) und eine Steuernummer beantragen. Zudem braucht man noch ein australisches Bankkonto, auf den dann euer Lohn überwiesen werden kann.

Dies ist der 1. von 2. Teilen. Den 2. Teil findest du hier.

    

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Kommentare (+)

Sanni schrieb am 24.01.2012:

Wieviel wird man als Backpacker so an Geld brauchen?

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