Campen in Australien – Informationen, Regeln und Tipps

12.09.2016 Autor: - in Reisen & Tours - keine Kommentare

australische-bucht
Wer Australien von seiner natürlichsten und ursprünglichsten Seite kennenlernen möchte, sollte sich dem Campen widmen. Denn beim Camping in Down Under erlebt man ein ganz anderes Feeling auf diesem großartigen Kontinent, als beim Übernachten in Hotels und darf dabei sogar einiges an Komfort genießen. Wir haben sowohl zum „wilden“ als auch zum „bezahlten“ Campen Informationen zusammengestellt, Regeln aufgeführt und Tipps arrangiert. In diesem Ratgeber findest du viele praktische Hinweise zum Camping-Paradies Australien.

Campingplätze und Rastplätze

Das Campen ist auf dem fünften Kontinent deshalb so empfehlenswert, weil die öffentlichen Campingplätze im Vergleich zu vielen anderen Ländern wesentlich gepflegter sind. Schattige Plätze darf man fast überall erwarten und wer Glück hat, findet sogar Pools mit erfrischend kühlem Wasser. Auch Duschen und eine Camp-Kitchen mit großzügigem Kühlschrank sind fast überall Standard. Wenn du auf Elektrizität verzichten kannst und im Zelt schläfst, kommst du besonders günstig davon. Rund zehn bis zwanzig Australische Dollar musst du pro Nacht kalkulieren.
Falls du noch kein passendes Zelt gefunden hast, können wir dir Onlineshops wie campz.de von fachkundigen Händlern für Adventure-Produkte empfehlen. Dort findest du zuverlässige Modelle mit geringem Gewicht und Packmaß. Weitere Tipps zum Zeltkauf erhältst du im Kaufratgeber unter in-australien.com. Auch auf Rastplätze, in Australien als „Rest Areas“ bezeichnet, ist günstiges Camping realisierbar. Mit einem Wohlmobil lässt es sich auf den Stellplätzen, die häufig bei bekannten Nationalparks platziert sind, gut nächtigen. Allerdings darf man dort keinen Luxus erwarten. Sogenannte Dunnies (Plumpsklos) sind hier eher die Regel. Gleiches gilt für die zahlreichen kostenlosen Rastplätze. Dafür sparst du hier aber auch einiges an Geld.

Du willst mehr Komfort? Dann könnte ein Caravan Park mit Stromanschluss das Richtige sein. Dabei muss keineswegs gleich ein eigener Caravan angeschleppt werden. Die Australier haben sich längst auf Camping-Touristen eingestellt und bieten zwei praktische Lösungen:

  • Cabins: Das sind kleine, fest installierte Hütten. Oft sehr hübsch und gemütlich.
  • On-Site-Vans: Hierbei handelt es sich um fest montierte Caravans zum Mieten mit kleiner Küche. Sie stehen vor Ort in den Caravan Parks zur Verfügung. Meist sogar günstiger als ein Hostel.

Beide Varianten sind in der Regel mit Herd, Küchenzubehör, Kühlschrank und Schlafmöglichkeiten ausgestattet. Zum Sparen raten wir zu privat geführten Campingplätzen. Sie sind im Gegensatz zu den großen Caravan Parks wie die Top Tourist Parks preiswerter. Und sollte es keine Küche in der eigenen Unterkunft geben, sind viele private Park-Manager bereit, Lebensmittel im Kühlschrank des Privathaushalts aufzubewahren.

leuchtturm

Wichtige Regeln für Camper

Bist du mit Caravan, Wohnmobil oder ähnlichem unterwegs, ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was aussieht wie ein kostenloser Rastplatz ist zum Übernachten gedacht. An vielen Stellen ist es strikt verboten wild zu campen. Dies gilt für viele Strände und Nationalparks. Verbotene Zonen sind mit deutlichen Schildern gekennzeichnet. Riskierst du es trotz Verbot, musst du tief in die Tasche greifen, falls du erwischt wirst. 100 bis 1.000 Australische Dollar (AUD) Bußgeld sind keine Seltenheit. Wer von einem Ranger aufgrund von verbotenem Camping zur Rede gestellt wird, kann es mit der Ausrede versuchen, dass der Zwischenstopp aufgrund von Übermüdung gezwungenermaßen eingelegt wurde. Wird die Fahrt wegen der Sicherheit unterbrochen, kann dies den Ranger milde stimmen. Freundlichkeit und Einsicht sollten als Gast selbstverständlich sein.

Um Strafen vorzubeugen, ist es ratsam ausgewiesene Bush-Camps anzusteuern. Die gibt es an einigen Nationalparks. Die Kosten pro Person und Nacht halten sich mit maximal 11 AUD in Grenzen. Im Idealfall planst du für die Suche eines geeigneten Bush-Camps ausreichend Zeit ein und informierst dich vor der Reise über entsprechende Anlaufstellen. Denn Bush-Camping in Australien ist es wert an den jeweils schönsten Stellen getestet zu werden. Es stehen atemberaubende Locations mit grandiosem Panorama bereit.

Praktische Tipps

In der folgenden Tabelle haben wir dir einige Tipps zum Campen in Australien zusammengefasst, die sich als nützlich erwiesen haben:

ToilettenpapierToilettenpapier erhält man in Supermärkten als praktische 2er-Packungen und sollte man immer dabeihaben. Auch auf Campingplätzen ist nicht garantiert, dass es in der Ausstattung dabei ist.
GrillenEin Großteil der Tankstellen in Australien führt Grillholz. Wo es Grillplätze gibt, gibt es fast immer ausreichend Holz. Wenn du grillst, solltest du an die nächsten Camper denken und in die Vertrauenskasse, die an den Stellplätzen zu finden ist, ausreichend Kleingeld werfen.
TrinkwasserAuf Campingplätzen bei Nationalparks gibt es fast nie Trinkwasser. Daher ist es sinnvoll immer Vorrat mitzuführen.
"go bush"Wer ein Schild mit „go bush“ sieht und keinen ausgewiesenen Campground, darf sich selbst ein schönes Plätzchen zum Campen im Outback suchen.
MüllEgal ob Campingplatz, Rastplatz oder wildes Camping: Nimm deinen vollständigen Müll mit und entsorge ihn korrekt.
FeuerIn Australien ein sensibles Thema. Camper sind gut beraten sich genau an die ausgewiesenen Stellen und Uhrzeiten zu halten. Vielerorts ist die Naturlandschaft stark ausgetrocknet, wodurch bereits der minimalste Funkenflug ein unkontrollierbares Buschfeuer auslösen kann.

Authentische Eindrücke zum Campen in Australien findest du in folgendem Video:

Auf Australien-Blogger.de gibt es noch viele weitere Artikel rund um das Thema Campervan und Wohnmobil in Australien. Fünf attraktive Empfehlungen zum Campen in Westaustralien findest Du z.B. in diesem Beitrag.

Quelle der Bilder: SimplySystems & CatherineT unter pixabay.com

    

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