Australien vs Deutschland – Warum ich schlechtes Wetter brauche…

26.06.2009 Autor: - in Auswandern, Leben & Alltag, Top - 2 Kommentare

Australien vs Deutschland

In der Artikelreihe „Australien vs Deutschland – was ich genieße und vermisse“ beschreibe ich in unregelmaessigen Abstaenden, welche Dinge mir an meiner neuen Heimat Australien besonders gut gefallen und welche Sachen ich an Deutschland vermisse.

Wie ihr alle wisst, sind in Australien (und ueberall auf der suedlichen Halbkugel) die Jahreszeiten umgedreht. D.h. wir haben im August den kaeltesten Monat (Winter) und im Januar den heissesten (Sommer).

Herbst in MelbourneAls Europäer klingt das vielleicht im ersten Moment total verlockend: Weihnachten unter Palmen bei 35 Grad und einen sehr milden Winter – evtl. auch unter Palmen. Es kommt natuerlich hauptsaechlich darauf an, wo man in Australien lebt. Je weiter man im Norden wohnt, desto heisser sind die Sommermonate und desto milder ist es im Winter. (In Cairns sind es auch im Winter um die 25 Grad)

In Melbourne ist das jedoch nicht ganz so extrem. Ich wuerde Melbourne als relativ gemaessigt bezeichnen und kommt dem europaeischen Wetter wohl am naechsten. Auch wenn meine Freunde denken, dass das kein „wirklicher“ Winter ist – wir haben im Juli und August auch sehr kalte Naechte, in denen das Thermometer auf bis zu 2-3 Grad fallen kann. Schnee gibt es teilweise schon nach weniger als 2 Stunden Fahrt mit dem Auto ausserhalb von Melbourne.

Andere Deutsche hier in Australien, die teilweise im Outback oder auch in Queensland leben, finden, dass ich mir mit Melbourne die falsche Gegend ausgesucht habe, denn hier ist das Wetter ja fast „genauso wie in Europa“.

Jedesmal wenn ich sowas hoere, muss ich ein wenig schmunzeln. Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen in Australien irgendwo anders zu leben als hier in Melbourne. Abgesehen davon, dass Melbourne die beste Stadt Australiens ist (hehehe), BRAUCHE ich die Jahreszeiten. Ich brauche wechselnde Kleidung fuer Sommer und Winter. Ich brauche die frische Luft, die hier morgens herrscht. Ich brauche Tage und Naechte, an denen ich mich zu Hause mit einer heissen Tasse Tee vor den Fernseher setzen kann. Und, ja,  ich brauche auch manchmal das schlechte Wetter, einfach um das gute Wetter schaetzen zu wissen.

Ganz klar: ich vermisse die Jahreszeiten. Auch wenn ich in Deutschland oefter mal ueber das kalte Wetter gemeckert habe. Die Jahreszeiten halten uns fit. Sie treiben uns an, Dinge zu erledigen. Sie bieten Gespraechsstoff und Grund dafuer, Kleidung, Stimmung und Emotionen zu wechseln.

Mein Fazit also: ich lebe in Melbourne, WEIL es dort auch schlechtes Wetter gibt. Der Wechsel treibt mich an und gibt Grund sich auf die bevorstehenden Aenderungen vorzubereiten und uns darauf zu freuen. Spaetestens nach 6 Monaten Thongs und Singlets in Queensland, habe ich die Jahreszeiten vermisst. Ich bin auch fest davon ueberzeugt, dass es das wechselnde Wetter ist, das Melbourne (und teilweise auch Sydney) so lebhaft machen.

(Nun muss nur noch jemand dem Weihnachtsmann erklaeren, dass es mehr Sinn macht die Geschenke im August zu bringen als im Dezember)

Tipp: Im Artikel Australien oder Deutschland: Der Vergleich anhand harter Fakten findest du einen ausführlichen Vergleich beider Länder in den Punkten Kriminalität, Demographie, Migration, Arbeit, Bildung & Gesundheit!

    

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Kommentare (+)

Luca schrieb am 28.06.2009:

Hey Kai, Ich lebe nun seit knapp einem Monat in Marcoola (etwas nördlich von Brisbane).

Ich selbst kenne das, ich brauche auch ab und zu mal schlechtes Wetter, als ich vor 4 Monaten von einer 2 jährigen Sonnenverfolgung zurück nach Deutschland kam, hat mir das schlechte Wetter mal ganz gut getan.

Mir reichen allerdings mal ein paar wochen Regen und kälteres Wetter, ich brauch keine Minusgrade usw. deswegen fühle ich mich hier in Queensland echt wohl 😉

Connie schrieb am 31.08.2009:

G’day Kai!

Grundsätzlich kann dir wohl kein Europäer widersprechen. Allerdings hab ich mal den Fehler gemacht meine family in Deutschland zu Weihnachten überraschen zu wollen. Aus dem Hinterland Byron Bays bei über 40 Grad abgereist, kam ich im Sauerland bei minus 10 Grad hier an. Als dann in den kommenden Nächten das Termometer auf minus 23 Grad stieg saß ich am nächsten wieder im Reisebüro um meinen neuen Flug zu buchen 😉

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